DIE NATIONALPARKS IN DEN USA - REISETIPPS UND INFORMATIONEN

Sie sind eines der unbestrittenen Highlights für viele Urlauber in den USA: die Nationalparks der Vereinigten Staaten. 300 Millionen Besucher reisen jährlich in die Nationalparks der USA. Es sind einzigartige Gegenden unbeschreiblicher Schönheit, ihre Besucher einfach nur faszinieren können. Atemberaubende Bergketten wie die Rocky Mountains, faszinierende Gesteinsformationen wie im Monument Valley, tiefe Täler und Schluchten riesigen Ausmaßes wie im Grand Canyon oder auch gigantische Bäume wie die Redwoods und die Sequoias bieten jedem Besucher ein imposantes und faszinierendes Bild, das man nach einem Besuch sein Leben lang nicht vergessen wird.

Die Nationalparks in den USA, Reisetipps und Informationen. Yosemite Nationalpark, Kalifornien.
Yosemite Nationalpark, Kalifornien

DIE GRÜNDUNG DER ERSTEN NATIONALPARKS IN DEN USA

Die Nationalparks sind gleichzeitig Gegenden mit einer beeindruckenden Flora und Fauna. Doch all dies geriet für lange Zeit in Gefahr, als nämlich die Siedler in Richtung Westen vordrangen und sich daran machten, Bäume zu fällen und die natürlichen Ressourcen dieser Gebiete für ihre wirtschaftlichen Zwecke zu nutzen und dabei Flüsse und Boden verunreinigten. Verständlich, dass sie ihr eigenes Auskommen und ihr Glück zu machen suchten. Doch fatal für die Umwelt und für die Tiere, die in diesen Gegenden zu Hause waren. Dies rief die ersten Umweltschützer auf den Plan, die durch diese Gegenden streiften, dort zeitweise lebten und sie erst wirklich in all ihrer Schönheit für uns entdeckten. Es bedurfte viel Überzeugungsarbeit und Engagements, um die Regierung schließlich für sich zu gewinnen, sodass von staatlicher Seite die Initiative ergriffen wurde. Denn nur so konnte diesen Gebieten Schutz gewährt und ihrer Zerstörung Einhalt geboten werden.

 

Welche Bedeutung dem Erhalt der Natur und einem Leben im Einklang mit der Natur zukommt, brachten erstmals Henry David Thoreau und Ralph Waldo Emerson mit ihren Schriften ihren Mitmenschen eindringlich zu Bewusstsein. Thoreaus „Walden. Oder Leben in den Wäldern“, in dem er sein zurückgezogenes einfaches Leben in einer Blockhütte in den Wäldern ganz in der Nähe von Concord beschreibt, gehört bis heute zu den Klassikern der Literatur. Einer der ersten großen Umweltschützer überhaupt war John Muir, der selbst zeitweise im Yosemite Tal lebte, sein Leben dem Schutz der Natur widmete und oft als „Vater der Nationalparks“ bezeichnet wird. 1903 zeltete er sogar gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten Theodore Roosevelt im Yosemite Tal. Seine unermüdliche Überzeugungsarbeit führte dazu, dass während Roosevelts Zeit im White House in Washington insgesamt 18 Nationalparks im ganzen Land eingerichtet wurden. John Muir gründete gemeinsam mit anderen seiner Wegbestreiter im Jahr 1892 den bis heute existierenden Sierra Club, eine der ersten Naturschutzorganisationen in den USA.  

Die Nationalparks in den USA, Reisetipps und Informationen. Devil's Golf Course im Death Valley Nationalpark.
Devil's Golf Course im Death Valley Nationalpark in Kalifornien

Der Grundstein für die zukünftigen Nationalparks wurde bereits im Jahr 1864 gelegt. Präsident Abraham Lincoln unterzeichnete damals den sogenannten „Yosemite Grant“. Mit diesem Gesetz stellte er zum ersten Mal in der Geschichte eine Gegend, in dem Fall das Yosemite Tal im heutigen Yosemite Nationalpark, unter Schutz. 1872, also acht Jahre später, entstand dann der erste wirkliche Nationalpark in den USA, der Yellowstone Nationalpark. Per Gesetz wurden somit konkrete Auflagen zum Schutz der Natur verordnet und in den Nationalparks sollte es keinen privaten Besitz mehr geben. Somit konnte sich dort auch kein Unternehmen mehr niederlassen, um Bäume zu fällen oder Abfälle in die Flüsse zu schütten, Bergbau wurde untersagt und der Jagd von Tieren ebenfalls endgültig Einhalt geboten.

 

Im Jahr 1916 wurde dann der National Park Service gegründet. Damit entstand eine Behörde, die sich um den Erhalt der Nationalparks kümmern und dafür sorgen sollte, dass die Auflagen zum Schutz dieser einzigartigen Gegenden auch tatsächlich eingehalten wurden. Heute kümmert sich der National Park Service nicht nur um die Nationalparks, sondern auch um andere Naturschutzgebiete und National Monuments. Letztere sind Gegenden, die eine besondere kulturelle oder auch historische Bedeutung haben, bei denen die Auflagen jedoch nicht ganz so streng wie für Nationalparks sind. 

Die Nationalparks in den USA, Reisetipps und Informationen. Monument Valley Nationalpark in Arizona.
Monument Valley Nationalpark im Reservat der Navajo in Arizona

REISEINFORMATIONEN ZU DEN NATIONALPARKS IN DEN USA

Für Besucher ist der National Park Service der ideale Anlaufpunkt für einen Besuch im Park. Einerseits gibt es da die offizielle Webseite des NPS, wie er kurz genannt wird. Andererseits gibt es vor Ort in den Nationalparks die Besucherzentren, wo man sich mit Kartenmaterial und wichtigen Informationen zum Besuch des Parks eindecken kann. Oft werden auch kurze Filme gezeigt und Wandertouren angeboten oder auch mit Informationen zu guten Wanderrouten dem Besucher mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

 

Insgesamt gibt es derzeit 59 Nationalparks in den USA. Die Vielfalt der Nationalparks reicht von jenen, die aufgrund ihrer Lage jährlich wahre Ströme an Besuchern anziehen, wie den Nationalparks in Kalifornien, bis hin zu entlegenen Nationalparks wie beispielsweise in Alaska, in denen man noch Wildnis pur erleben kann.

 

Zu den beliebtesten Nationalparks im Westen der USA gehören der Yellowstone Nationalpark, der Yosemite Nationalpark, der Kings Canyon and Sequoia Nationalpark, der Joshua Tree Nationalpark, der Death Valley Nationalpark, der Monument Valley Nationalpark und der Grand Canyon Nationalpark. An der Ostküste der USA ist der wohl ungeschlagene Nationalpark in Sachen Beliebtheit der Everglades Nationalpark in Florida. Aber auch weiter nördlich ziehen in den dicht besiedelten Gegenden der Ostküste beispielsweise der Great Smoky  Mountains Nationalpark mit dem berühmten Appalachian Trail und der Acadia Nationalpark jährlich zahlreiche Besucher an. 

Die Nationalparks in den USA, Reisetipps und Informationen. South Rim des Grand Canyon.
Grand Canyon, Blick vom South Rim, im Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Bei den America Notes stellen wir einige der beliebtesten Nationalparks der USA vor. Sie sind unter den einzelnen Bundesstaaten zu finden oder indem du einfach auf unten stehende Links klickst:

                Nationalparks in Kalifornien:

                               Death Valley Nationalpark

                               Sequoia and Kings Canyon Nationalpark

                               Yosemite Nationalpark

                              

                Nationalparks in Arizona:

                               Grand Canyon Nationalpark

                               Monument Valley Nationalpark

 

                Nationalparks in Utah:

                               Bryce Canyon Nationalpark 

Die Nationalparks in den USA, Reisetipps und Informationen.  Mammutbaum The President im Sequoia Nationalpark.
Sequoia Nationalpark in Kalifornien

Wenn du einen Nationalpark oder ein National Monument in den USA suchen möchtest, dann kannst du auf der Webseite des NPS nach Bundesstaaten geordnet suchen unter:  https://www.nps.gov/findapark/index.htm. Dort findest du viele nützliche Informationen und aktuelle Hinweise. 

 

Falls du übrigens während deines Urlaubs planst, mehrere Nationalparks und National Monuments zu besuchen, dann lohnt sich auf jeden Fall eine Jahreskarte zum Preis von $80. Sie ist ein ganzes Jahr gültig und ist an zwei Personen gebunden. An den Kontrollstellen am Eingang des jeweiligen Nationalparks zeigt man die Jahreskarte und den Reisepass für eine der beiden Personen, die auf der Jahreskarte eingetragen sind, vor. Die Jahreskarte berechtigt zum Eintritt in Nationalparks und Nationalmonumente der gesamten USA, ausgenommen natürlich private Parks. 

Zum Schluss noch eine Empfehlung für einen hervorragenden Reiseführer, der direkt auf die Nationalparks der USA zugeschnitten ist, nämlich von National Geographic. In diesem Reiseführer findest du unglaublich viele nützliche Informationen für die Reise durch die Nationalparks der USA.


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